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Daneben halte ich gerade historische Romane für sehr wichtig, um unsere Entwicklung zu sehen und nachzuvollziehen, wie viele positive
Möglichkeiten es heute im Gegensatz zu früher gibt; Menschen, die behaupten, heute wäre alles noch genauso wie früher, nur verschleierter haben keine Ahnung von der Rechtlosigkeit der kleinen Leute und den Kindern als der untersten
Stufe in der Hierarchie in vergangenen Zeiten. Das Leben einer Frau in früheren Zeiten war rechtlos, noch vor 100 Jahren hatte die Frau kein Anrecht auf ihre Kinder oder ein eigenes Vermögen, selbst wenn sie dies mit in die Ehe
gebracht hatte, wenn der Mann es verspielte, verspekulierte, verhurte oder versoff war das einfach Schicksal. Daß eine angesehene Bürger- oder Gutsfrau nicht arbeitete verstand sich von selbst, wie auch - ohne Ausbildung, daß
Frauen keinen Beruf erlernten war eine lange vom Patriarchat aufrecht erhaltene Praxis, damit die Frauen weiterhin in Abhängigkeit blieben. Dagegen war das Leben der ärmeren Frauen auf dem Land oder in der Stadt - der Mehrzahl - zu
einem Hungerlohn als Arbeitssklavinnen vorgezeichnet und natürlich als Geburtsmaschinen. Diese und weitere Zusammenhänge, die heute noch in vielen anderen Ländern praktiziert werden sind als Einzelschicksale durchaus lesenswert,
auch um eine höhere Wertschätzung für unsere vergleichsweise goldenen Lebensumstände zu erhalten. Diese Bücher sind spannend zu lesen und beinhalten jeweils eine persönliche Entwicklung der Hauptperson (en ), die für das Leben des
Lesers durchaus interessant sein kann. |
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